Wie kann/darf ich einen Akkord sinnvoll „verkürzen“?
Dazu Harald Schollmeyer am 29.7.01 (Quotings von Jörn Hänsch und Wolfgang Krietsch):
>>> Wenn du z.B. einen D7/9/13 darstellen willst, brauchst du eigentlich
>>> sogar schon 6 Töne...
>>
>> Das habe ich übrigens noch nie richtig verstanden: welche Töne darf
>> ich denn bei solchen Akkorden weglassen? Gibt es da feste Regeln?
>
> Je nach Ziel gibt es da schon Regeln, die sich etabliert haben.
> Beispielsweise für den dreistimmigen Satz:
>
> "Die Terz des zu setzenden Akkordes muß, die Septime sollte enthalten
> sein.In Dominantseptakkorden müssen beide enthalten sein. Grundton,
> reine Quinte und frei wählbare Optionen können wegfallen. Im
> Akkordsymbol angegebene Alterationen b9, #9, #11, b13 hingegen sollten
> soweit wie möglich präsent sein."
>
> Quelle: Peter Herborn, "Jazz Arangement", S.77, siehe auch
>
> http://www.realbooks-noten.de/p103.html
>
> Solche Regeln sind natürlich nicht als blind zu befolgendes Rezept
> gedacht, sondern als Analyseergebnis und Arbeitsgrundlage.
Ähnliche Regelungen gelten übrigens auch für die sog. Klassik!