Soundkarte
Für die gleichzeitige Aufnahme mehrerer Audiospuren (alternativ):
- Mehrspursoundkarte, z.B.: Siena von Sek'd, Audiowerk von Emagic, die Teratec-Teile, RME Digi96 (soll auch unter Linux zufriedenstellend laufen)
- MotU 828 Audio-Interface
- Delta-1010 von M-Audio
- Guillemot ISIS (Treiber buggy?, große Latenz)
- Luna II (PCI-Recording Karte von Creamware)
Empfehlenswerte Website: http://www.rme-audio.de
Aufnahme nur einer Spur zu Zeit:
- eine voll-duplex-fähige Soundkarte
Tip: z. Zt. wird die Audiowerk2 von Emagic für ca. 100 Euro und die Audiowerk8 für ca. 150 Euro angeboten. Mit diesen Karten hat man im Verbund mit Emagic Logic (ist bei der Audiowerk2 - glaube ich - schon dabei) eine sehr seriöse und timingfeste Basis für Home-Recording.
Zur „Eignung“ einer Soundblaster zum Homerecording schrieb Erhard Schwenk am 06.07.03 (Quoting von Daniel Ammon und Alfred Gemsa):
> > > Soundblaster-Soundkarten sind für Musiker ungeeignet. Bis heute. > > Warum in aller Welt das denn? > > Die Liste der Gründe ist lang. Grob gesagt, weil die Karten all das > nicht können, was ein Musiker so zum Arbeiten braucht. > > Mal ein paar Beispiele: > > - Die A/D-Wandler haben einen eingebauten, nicht abschaltbaren > Generator für Rauschen und Knackgeräusche > - Probleme mit Latenzzeiten sowohl im MIDI-Teil als auch analog > - sofern Digitalausgang vorhanden, läßt sich das Oversampling nicht > abschalten > - die Dinger klingen alles andere als neutral, linear oder auch nur schön > > Dazu fehlen dann wichtige Ausstattungsdetails. > > Musiker arbeiten z.B. bevorzugt im Analog-Bereich mit symmetrischer > Verdrahtung, bei den Digitalschnittstellen will man eigentlich AES/EBU > oder ADAT, die Soundblaster können aber nur S/PDIF. Und natürlich ist > die Ausstattung mit Ein- und Ausgängen etwas arg mager. > > Zum ein bißchen Krach erzeugen, Zocken, fürs Büro oder wenn man mal > ein bißchen rumexperimentieren möchte, mögen die Karten ok > sein. Musiker mit ernsthafteren Ambitionen werden eher was in der > Richtung benutzen wollen, wie man es z.B. bei http://www.rme-audio.de/ > findet.
Daniel Ammon ergänzte am 11.07.03:
> Okay, wenn Du es genau wissen willst: > > 1. Schon seit den alten AWE-Tagen (oder warens die allerersten > PCI-Kartne?) wirbt Creative mit Musiker-freundlichen Features, die aber > nie 100%-zufriedenstellend umgesetzt wurden. Die erwähnten alten > Soundblaster konnten bsp. angeblich Full-Duplex-Recording. Einschränkung: > Aufnahme funktionierte dann nur mit 8 bit. Fazit: Unbrauchbar. 2. > Beispiel: Auch bei den heutigen Soundblaster-Karten funktionieren die > ASIO-Treiber nur bei 48khz. Unpraktisch. > > 2. Zuviel Schnickschnack und zuviel mit den Treibern verbundene Software, > die man schlicht nicht braucht. > > 3. Der Mißbrauch der Soundkarte als Sampler mittels Soundfont-Technologie > ist zwar für kleinere Samples ganz nett. Aber richtig gute, > anspruchsvolle Sachen kann man damit nicht machen, da nicht mehr als 32 > MB Speicher auf einmal angesprochen werden können (eigentlich noch ein > Beispiel für Punkt 1). Und das ist nicht wirklich viel. > > 4. Weil es für jeden Nicht-Spiele-orientierten Verwendungszweck deutlich > geeignetere, weil dafür konstruierte Soundkarten im selben Preissegment > gibt. > > 5. Für die neueren Modelle kann ichs nicht sagen, aber zumindest die > Soundblaster Live!Value rauschte wie die Sau. Da kann der AC97-Chip auf > meinem Motherboard locker mithalten. > > 6. Die Kompatibilität mit den gängigen kreativen Musik-Programmen ist > oftmals nicht unproblematisch. > > 7. Mehr fällt mir gerade nicht ein. Aber das müßte reichen. Ich bin auf > jeden Fall froh, meine Soundblaster Live!Value wieder los zu sein.