Tipps zum Mastern
Begriffsdefinition/Abgrenzung der Begriffe „Mix“ und „Mastering“
Stefan Machwirth schrieb zur Erklärung des Begriffes „Mix“ am 23.11.2001:> "Immer beachten: der Mix dient der Relation, nicht dem Gesamtklang. Es
> kommt beim Mix nicht darauf an, ein Hifi-mäßiges Spektrum schön fett
> zu erzeugen, sondern jedem Instrument seinen hörbaren Platz und
> Ton*charakter* zuzuweisen. Z.B. wie sind die Höhenaufteilungen
> zwischen Distortion-Gitarre und Snare? NICHT: hab ich genug Höhen im
> Klang."
„Mastering“ hat Werner „Soulmatic“ Hammer am 21.06.2003 so definiert:
> "Beim Mastern geht es im wesentlichen (unter anderem) darum, den
> Dynamikbereich den man beim Aufnehmen zur Verfügung hat in den
> Dynamikbereich des typischen 'Heimhörers' zu 'verpacken'." An anderer
> Stelle wurde von einem "Standardisieren" des Tonmaterials gesprochen,
> damit es auf allen Anlagen ausgewogen klingt.
Tipps (unvollständig):
- Die Abhörsituation sollte möglichst linear sein, d.h., weder der Raum noch die Monitorboxen sollten das Tonmaterial einfärben oder verfälschen
- Das Ergebnis sollte auf verschiedenen Anlagen (Hifi-Anlage, Auto, Radiowecker, ...) abgehört und immer wieder angepasst werden, bis es überall ausgewogen klingt.
- Das Gehör gewöhnt sich schnell an eine Abhörsituation und idealisiert diese. Darum → Hin und wieder andere Musik (z.B. auch „professionelle“ CDs) auf den Monitoren anhören und vergleichen. Auch Pausen sind ganz wichtig, um das Gehör zu entlasten.
- Generell gilt: Viel Erfahrung hilft, das Ergebnis besser zu beurteilen, sodass man schneller zum gewünschten Ergebnis kommt.
Warum bringt das Mastering mit Kopfhörern nicht das gewünschte Ergebnis?
Weil das Hören über Kopfhörer für die Ohren eine gänzlich andere Situation ist als das Hören über Lautsprecher. Eberhard Sengpiel schrieb dazu am 18.11.03:
Lautsprecher-Stereofonie aus zwei Kanälen wirft dir von jedem Lautsprecher den Schall auf 'beide' Ohren gleichzeitig und überkreuz. Und deine beiden Ohrmuscheln und dein Kopf sind sind dabei deutlich in Aktion. Du hörst die Musik auf der Stereobasis vor dir ausgebreitet.
Wenn du dir einen Kopfhörer überstülpst, ist alles ganz anders. Jedes Ohr bekommt ganz allein den Schall aus einem Stereokanal völlig getrennt. Deine Ohrmuscheln sind in ihrer Wirkung ausgeschaltet und dein Kopf und dein Oberkörper wirken nicht mehr im Schallfeld. Du erhältst die Musik über Kopfhörer als 'Im-Kopf-Lokalisation'.