Wie verhält es sich bei der Veröffentlichung von eigenem Material?
Frank Hucklenbroich schrieb dazu am 06.02.04 (Quoting von Philip Baum):
> > Wie, was? Wenn man mit seiner Aufnahme (nur eigenes Material!) > > nicht bei der GEMA gemeldet werden will, muss man das beantragen? > > Das Preßwerk muß eine Meldung an die GEMA machen. Da steht dann drin > welche Titel auf der CD drauf sind, von wem die sind, wie lang die sind, > etc. In der Regel schickt das Preßwerk einem so einen Vordruck zu, den man > dann ausgefüllt an die GEMA schickt. > > Dann gibt es 2 Möglichkeiten: > > 1. Das Material ist nicht bei der GEMA gemeldet (= Urheber ist kein > GEMA-Mitglied, sonst müssen die Sachen gemeldet werden). Dann sollte es > damit gut sein, daß man den Schrieb ausgefüllt zurück schickt (GEMA-frei > o.ä. drauf schreiben). Ob die GEMA dann noch irgendwas bescheinigt, weiß > ich nicht. > > 2. Das Material ist bei der GEMA gemeldet > Dann wird anhand des ausgefüllten Fragebogens berechnet, was an die GEMA zu > zahlen ist. Auch dann, wenn die Band selbst der Urheber ist (okay, einzelne > Bandmitglieder, den Bands können nicht GEMA Mitglieder werden, das können > nur Einzelpersonen)! > In dem Fall zahlt die Band erst mal an die GEMA und diese schüttet das Geld > dann später (kann ein Jahr dauern) wieder an die Urheber (= Band, streng > genommen Texter + Komponist) aus, abzüglich eine Verwaltungsgebühr > von ca. 12% (die sind dann futsch). > > > Und mit welcher Begründung kasssieren die dann einfach, wenn man > > genau das nicht tut? > > Weil sie evtl. davon ausgehen, daß jemand einfach "vergessen" hat > GEMA-pflichtiges Material anzumelden? > > Der Anteil GEMA-freier Musik bei gepreßten CD's (= größere Auflage) dürfte > in Deutschland verschwindend gering sein. > > > Wenn das Material nicht gemeldet ist das doch > > meine freie Entscheidung und ich kann damit machen was ich will... > > Klar, Du mußt halt nur diesen Wisch ausfüllen und der GEMA schreiben, von > wem die Titel sind (und das dieser Urheber kein GEMA-Mitglied ist). Die > schauen den Preßwerken da relativ streng auf die Finger, sonst könnte ja > jedermann in großem Stil munter Raubkopien pressen und verticken, ohne das > die GEMA davon Wind bekommt. Daher müssen die offiziellen Preßwerke (also > nicht die Garagenläden in Kasachstan) an die GEMA melden, was sie in > welcher Stückzahl gepreßt haben. Und für jedes gepreßte Stück (egal ob es > verkauft wird oder nicht) kassiert die GEMA, wobei es für Demos einen > ermäßigten Tarif gibt. Man sollte also auch immer angeben, wie viele CD's > als Promo-Material benuntzt werden sollen (also an Radios und DJ's > verschenkt werden), weil die einiges weniger kosten.